Teehaus

Der chinesische Pavillon in der Fantasie

Im Jahre 1772 veranlasste Landgräfin Caroline von Hessen-Homburg, Gemahlin Landgraf Friedrich V., die Umgestaltung eines Teils des Schlossparks im anglochinoisen Stil und nannte ihn Fantasie. Er lag in unmittelbarer Nachbarschaft des Herrschaftlichen Obstgartens und besaß als erhöht liegenden Mittelpunkt ein kleines Teehaus in der Gestalt eines „chinesischen“ Pavillons. Trotz mehrfacher Instandsetzungen in landgräflicher und kaiserlicher Zeit ist das Teehaus in verstümmelter Form auf uns gekommen.

Historische Ansicht des Teehauses

Historische Ansicht des Teehauses

Mit einer Rekonstruktion der verloren gegangenen Teile soll das Teehaus sein ursprüngliches Aussehen zurück erhalten und so wieder zu einem ansehnlicheren Mittelpunkt der Fantasie werden. Da die beiden, etwa gleichzeitig im „Kleinen Tannenwald“ errichteten chinoisen Häuser im Rahmen des laufenden Parkpflegewerkes nicht wieder hergestellt werden, bleibt das Teehaus in der Fantasie das einzige bauliche Dokument des anglo-chinoisen Stils in der „Landgräflichen Gartenlanschaft“.

Eine Umsetzung soll in Aussicht genommen werden, sobald es die Quellenlage nach weiteren Recherchen zulässt und eine archäologische Sondage nach den Fundamenten des Teehauses stattgefunden hat.

Zeichnungen vom 18. Mai 1846:

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