Obstgarten

Die Wiederherstellung des Herrschaftlichen Obstgartens

Bereits die ältesten Ansichten des Homburger Schlosses aus dem 17. Jahrhundert geben unterhalb des hochgelegenen Schlosses, nahe dem Schlossteich, einen Nutz- und Ziergarten wieder. Grundrisse des Schlossparks aus dem 19. Jahrhundert in Verbindung mit gleichzeitigen Pflanzlisten der Obstgehölze, belegen dort einen großen, in mehrere Bereiche gegliederten Herrschaftlichen Obstgarten. Die geernteten Früchte wurden in einem gewölbten Obstkeller unter dem Archivflügel eingelagert.

Blick über das Mirabellenquartier zum Schloss

Blick über das Mirabellenquartier zum Schloss

Kaiser Wilhelm II. ließ sich aus dem Obstquartier des Bad Homburger Schlossparks die Sorte „Kartäuserapfel“, die er besonders bevorzugte, nach Berlin schicken.

In den Jahren 2002/03 förderte das Kuratorium Bad Homburger Schloss die Wiederherstellung des Herrschaftlichen Obstgartens, neben anderem begleitenden Arbeiten, durch den Kauf einer großen Anzahl selten gewordener Obstgehölze. Diese alten Apfel- und Mirabellsorten, wie sie in den historischen Pflanzlisten verzeichnet waren, wurden von den Schlossgärtnern wieder gepflanzt und zwei der alten Obstquartiere so wieder neu aufgebaut. Für das dritte Quartier, das nördlich vom Apfelquartier liegt und in dem sich Kirschbäume befanden, werden Planung und Ausführung vorbereitet.

Nachdem sich alle Obstbäume im Apfel- und Mirabellenquartier, die vom Kuratorium Bad Homburger Schloss gespendet worden waren, gut entwickelt und Frucht getragen hatten, leitete der Vorstand Ende des Jahres 2009 den Erwerb von Baumpatenschaften, zuerst durch Mitglieder des Kuratoriums und danach durch Bürger der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, ein.

 

Baumpatenschaften:

 

Das Vorhaben begann vielversprechend, wobei in einem erheblichen Umfange Großeltern und Eltern Patenschaften für ihre Kinder und Enkel aus den nach Sorten gekennzeichneten, rund 100 Bäumen erwarben. Bis 1. März 2012 wurden 62 Patenschaften eingegangen. Darüber hinaus können nun auch Brautpaare, die in den Räumen des Schlosses ihre Hochzeit feiern, Baumpatenschaften übernehmen. Auch diese Bäume werden mit den Schiefertafeln versehen, auf denen die Obstsorten und die Namen der Brautpaare verzeichnet sein werden.

Die Obstbäume und ihre Paten werden am Ende des Vorhabens auf einer Informationstafel, die im Herzen des Herrschaftlichen Obstgartens aufgestellt wird, verzeichnet. Darüber hinaus wird jedem Paten eine Urkunde des Kuratoriums über die bestehende Patenschaft ausgehändigt.

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